Manchmal wünscht man sich, die Meteorologen sollen sich mit ihrer Vorhersage einfach irren. Für das Wochenende des ersten Mythos Rennsteig vom 12. bis zum 14. April war Spätwinterwetter vorhergesagt.
Der leichte Schneefall um 10:00 Uhr beim Start in Hörschel machte klar, die Wetterfrösche würden recht behalten.
Im September 2018 hatte mich Tobias aus dem Nordharz angerufen und mir diesen, aus meiner Sicht sehr frühen Termin, vorgeschlagen. Ich hatte meine Bedenken angemeldet von wegen Winter und Kälte. Seit 1994 lebe ich am Rennsteig in Neuhaus. Mit 820 ü.NN ist man nicht nur dem Himmel ein Stück näher, sondern auch dem Winter. Man hat so seine Erfahrungen mit Schnee und Eis im April.
Ich habe mich dennoch überreden lassen und der Termin war fix. Da standen wir also zu siebend an der Werra und konnten nicht anders als los.
Es kam, wie es musste. Ab der Hohen Sonne nahm der Schneefall allmählich zu und erreichte zwischen dem Großen Inselsberg und Oberhof einen ersten Höhepunkt. Gefühlt war es hochwinterlich. Wir fuhren über eine geschlossene Neuschneedecke und ab der Schmalkaldener Loipe waren stellenweise Altschneefelder unter unseren Reifen.
Das blieb auch so am Samstag. Schnee fiel keiner mehr, es blieb bei Dauerfrost unter einem blauen Himmel. Je weiter nach Osten und Süden wir fuhren, desto weniger Schnee war gefallen. Wir hofften auf eine sonnige Zugabe am 3. Tag. Der Blick aus dem Fenster am Morgen war ernüchternd. Der Sonntag bot noch einmal das volle Programm. Nasskalt, starker Wind aus Nordost, Schnee, Eisregen, Regen und Nebel.
Das Wetter war misslich. Die Stimmung dagegen war während unserer drei Tage am Rennsteig grandios gut. Das ist der Verdienst von 6 warmherzigen und gut gelaunten Sachsen-Anhaltinern. Ich danke Euch für dieses Erlebnis. Würde ich so früh wieder fahren? Mit Menschen wie Euch jederzeit.


Es ging wieder los. Mythos Rennsteig vom 12. bis zum 14.04. 2019.

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