Mythos Rennsteig Tourenbeschreibung
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1. Tag
Etappe Hörschel bei Eisenach bis Oberhof – 65 km bis 73 km

Unser Abenteuer beginnt am Wasser. Da wo die Hörsel in die Werra mündet, auf 196 m ü.NN bei Rennsteigkilometer Null, verstauen wir einen Stein in unserem Rucksack. Wozu?
Nach alter Tradition der Runst (Rennsteigwanderung) bringen wir ihn nach Blankenstein, um ihn dort der Saale zu übergeben. Der Steintransport ist gerade auf dem ersten Teilstück anspruchsvoll und schweißtreibend.
Über den Großen Eichelberg, die „Wilde Sau“ und vorbei an der Gaststätte „Hohe Sonne“ erreichen wir den Venetianerstein. Nach gefahrenen 35 Kilometern sind wir auf eine Höhe von 916 m geklettert. Wilkommen auf dem Vulkanmassiv des Großen Inselsberges. Nach Meinung vieler der Gipfel in Thüringen mit der besten Fern- und Rundumsicht.
Unser weiterer Weg führt uns abwärts zur Grenzwiese und über das Heuberghaus und die Ebertswiese hinauf auf den Sperrhügel. An der Schmalkalder Loipe sind wir mit 882 m wieder ganz oben und bis zum Rondell bei Oberhof haben wir nur noch ca. 15 km zurückzulegen.
Ankunft Oberhof: Wintersportort seit 1905 und weltbekannt durch Biathlon, Langlauf, Rennschlitten und Bob – und unser Etappenziel.
Wir haben die Herausforderungen des Tages gemeistert und auf ca. 73 km Fahrstrecke 1730 Höhenmeter bewältigt. Die schwerste Teilstrecke liegt hinter uns. Was jetzt zählt ist die Zufriedenheit, ein gutes Essen und erholsamer Schlaf. Auf ein Neues am nächsten Morgen.

Gesamtfahrzeit einschließlich Pausen : ca. 8 bis 10 Stunden
Schwierigkeitsgrad : schwer
Gesamtstrecke : 65 km bis 73 km
Aufstieg gesamt : 1660 m bis 1730 m
Abstieg gesamt : 1040 m bis 1100 m

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2. Tag
Etappe Oberhof bis Neuhaus am Rennweg – 56 km bis 61 km

Wir verlassen Oberhof und fahren vorbei an all den bekannten Sportanlagen wie: der Rennrodelbahn Oberhof, der Skisporthalle Oberhof (einzige Langlaufhalle, Europas) und dem Biathlon Weltcup-Stadion am Grenzadler.
Am Beginn des Anstieges zum Schützenberg (904 m ü. NN) treffen wir wieder auf den Rennsteig, blicken nach rechts und sehen die Hans-Renner-Schanze im Kanzlersgrund. Am unscheinbaren Gipfel vorbei und 79 m tiefer geht es über die Loipenbrücke am Rondel und in Richtung des höchsten Thüringer Berges. Nach 5 Kilometern erreichen wir am Großen Beerberg (982 m ü. NN) auch den mit 973 m höchsten Punkt am Rennsteig.
Wenige Hundert Meter später gewährt uns der Turm an Plänckners Aussicht einen weiten Blick nach Süden und über Suhl hinweg bis in die Ausläufer der Rhön. Von nun an gehts abwärts, das aber ausschließlich mathematisch. Praktisch erfahren wir bis Neuhaus am Rennweg einen stetigen Wechsel zwischen Aufstiegen und Abfahrten. Wenige Meter unterhalb der Wetterstation an der Schmücke (941 ü. NN) finden wir das höchstgelegene Gasthaus Thüringens. Erstmals im Jahr 1516 urkundlich erwähnt, 916 m hoch gelegen und mit einer langen gastronomischen und kulturellen Tradition.
Wenn Wetter und Tagesform geeignet sind, lohnt sich der etwa 3 km (Hin- und Rückweg) lange Abstecher zum zweithöchsten Gipfel im Thüringer Wald, dem 978 hohen Schneekopf. Wer den Turm über 126 Stufen besteigt, steht auf 1001,1 m ü. NN und erlebt eine atemberaubende Rundumsicht.
Ebenfalls an der Schücke wird der Rennsteig zu einem flüssig zu fahrenden, reizvollen Trail mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Nach 8 km und 230 m tiefer erreichen wir den Bahnhof Schmiedefeld. Vorbei an der ehemaligen Glashüttensiedlung Allzunah kommen wir zur Waldbaude am Großen Dreiherrenstein. Auf 808 m Meereshöhe überfahren wir die Mitte des Rennsteigs und geologisch geht hier der Thüringer Wald ins Thüringer Schiefergebirge über. Der Rennsteig läuft durch die „Schwämmklopfergemeinde“ Neustadt am Rennsteig und an der Schwalbenhauptswiese sind wir mit 698 m am tiefsten Punkt unserer heutigen Etappe.
Der Aufstieg von der Triniushütte zum Ersteberg gehört meiner Überzeugung nach zu den technisch schwersten und konditionell fordernsten Anstiegen am Rennsteig. Auf dem 1,2 km langen Abschnitt geht es 100 m über
Geröll, Wurzel- und Steinstufen nach oben. Die gute Nachricht: Ich kenne eine angemessene Umfahrung.
Kaum am Gipfel geht es schon wieder hinunter in den heilklimatischen Kurort Massenberg. Am Ortsrand beginnt für uns die nächste Kletterpartie. Das Ziel in 842 m ü. NN ist der Eselsberg mit dem 33 m in die Höhe regenden Aussichtsturm Rennsteigwarte. Lohnt der Blick von oben? Tut er, anders wie an Plänckners Aussicht aber genauso beeindruckend.
Der nächste Wegpunkt ist die Eisfelder Ausspanne. 757 m hoch gelegen und Passhöhe der einst kürzesten Postkutschenstrecke vom Werra- in das Schwarzatal. Neuer Abschnitt und nächster Anstieg. Es geht hinauf auf die Pechleite (839 m ü. NN.) Der Rennsteig ist anfangs ein tief eingeschnittener, steinverblockter Hohlweg von 2 km Länge bei einem Höhengewinn von 80 m. Nicht lange und wir stehen am Ortsrand von Thüringens kleinster Gemeinde. Siegmundsburg, in einem Hochtal auf 800 m ü. NN gelegen, ohne Durchgangsstraße und mit dem Naturpark Informationszentrum. Am Dreistromstein stehen wir an der Wasserscheide zwischen Elbe, Weser und Rhein und damit an einen interessanten hydrografischen Punkt in Deutschland.
Bis Limbach geht es wunderbar trailig abwärts und damit ins „Thüringer Porzellan- und Glasland“ Hier erfand um 1760 Gotthelf Greiner unabhängig von Johann Friedrich Böttger aus Meißen in einer etwas abgewandelten chemischen Zusammensetzung das Porzellan. Der Anstieg zum Sandberg ist nicht lang, aber knackig. Über eine weite Bergwiesenfläche fällt der Blick auf Steinheid. Im Mittelalter freien Bergstadt ist der Ort am Fuße des Kieferle (867 m ü. NN) heute ein Zentrum der Fertigung von gläsernen Christbaumschmuck. Die folgende Abfahrt hinunter zur Steinheider Hütte ist als Trail wild und abschnittweise fordernd. Eine letzte steile und technisch schwierige Passage am Rollkopfgifel (849 m ü. NN) vorbei und es sind noch 3,5 km bis zum Neuhäuser Bahnhof. Er ist in 830 m Höhe die höchstgelegene normalspurige Eisenbahnstation Mitteldeutschlands. Wir sind dem Himmel ein Stück näher, bis zum Hotel ist es nicht weit und die Kohlenhydratspeicher können gefüllt werden. Erholsamer Schlaf begleitet uns in unseren letzten Tag am Rennsteig.

Gesamtfahrzeit einschließlich Pausen : ca. 7 bis 8 Stunden
Schwierigkeitsgrad : mittel
Gesamtstrecke : 56 km bis 61 km
Aufstieg gesamt : 740 m bis 1020m
Abstieg gesamt : 760 m bis 1010 m

3. Tag
Etappe Neuhaus am Rennweg bis Blankenstein – 50 km bis 54 km

Nach 9 Kilometern erreichen wir an der Kalten Küche bei Spechtsbrunn die Landesgrenze zum Freistaat Bayern. Hier kreuzt der Rennsteig die alte Heer- und Handelsstraße von Nürnberg nach Leipzig und die hohen Berge Thüringens liegen hinter uns.
Zwischen der Landesgrenze und dem fränkischen Steinbach am Wald liegt das 1988 abgebrannte Waldhaus Waidmannsheil. Hier wurde 1896 der Rennsteigverein gegründet. Unser Weg führt über die Zigeunerbuche, den Schönwappenweg zum 792 m hohen Wetzstein und damit noch einmal zurück nach Thüringen.
Bis zum Finkenberg, mit einer Höhe von 725 m ü.NN, sind es 6 km. Es ist die letzte Erhebung über 700 m Meereshöhe und bis nach Blankenstein wollen (müssen) wir noch 28 km zurücklegen.
Durch malerisch gelegene Dörfer, wie Rodacherbrunn, Schlegel und Kießling radeln wir abwärts nach Blankenstein. Auf 415 m Meereshöhe angekommen, berühren unsere Hände das Wasser der Saale. Geschafft!
Wichtiger als die nackten Daten sind die Emotionen der vergangenen drei Tage.

Und ach ja, den Stein nicht im Rucksack vergessen … .

Gesamtfahrzeit einschließlich Pausen : ca. 6 bis 7 Stunden
Schwierigkeitsgrad : leicht bis mittel
Gesamtstrecke : 50 km bis 54 km
Aufstieg gesamt : 580 m bis 640 m
Abstieg gesamt : 960 m bis 1040 m

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